Zwei Gemeinden
der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Hamburg

Geistliches Wort
 


Alle waren damals eingeladen, um das Kind in der Krippe anzubeten: die Weisen aus dem Morgenland, die von weither kamen, die man an ihrem Akzent, an ihrer Kleidung und an ihrem Lieblingsessen leicht erkennen konnte; und die Hirten von nebenan mit ihren Schafen, die sie zur Krippe mitgebracht hatten. Alle waren eingeladen und alle waren gekommen.

Ähnlich ist es auch heute. Die Leute von nebenan, aber auch die Leute von weither
sind eingeladen: Alle dürfen kommen, um das Kind in der Krippe anzubeten.

 

Aber was ist nach Weihnachten, wenn die Weihnachtszeit vorbei ist? Damals konnten die Hirten und die Weisen Jesus auch nach seiner Geburt erleben: Sie brauchten nur nach Bethlehem, Nazareth, Kapernaum oder Jerusalem zu gehen, um Jesus dort zu treffen.

 

Und wir? Auch von uns lässt Jesus sich finden. Wir brauchen nur in den Gottesdienst zu gehen. Dort finden wir Jesus Christus in Windeln gewickelt. Es sind nicht die Windeln von damals, sondern es sind die Windeln von Brot und Wein im Heiligen Abendmahl, in denen Jesus Christus heute zu uns kommt. Das ist die Aussage des Titelbildes dieses Gemeindebriefs, denn in der Krippe ist eine Oblate zu sehen. – Und es sind die Windeln der Worte Jesu, in denen wir unseren Erlöser finden können. Wir brauchen heute nicht nach Jerusalem oder nach Bethlehem zu fahren, um Jesus dort zu finden, sondern er ist ganz in unserer Nähe: Im Gottesdienst können wir ihn empfangen.
 

Das tut gut zu wissen: Weihnachten dauert nicht nur bis zum zweiten Weihnachtstag,
sondern Weihnachten dürfen wir an jedem Sonntag neu erleben. Gott sei Dank!


„Gott ist im Fleische: Wer kann dies Geheimnis verstehen?
Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen.
Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein,
die ihr zum Vater wollt gehen.“
 

ELKG 33, 4
 

 
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